Fördermittel — Arten, Konzept & Tipps

Fördermittel -Arten und Finanzierung

Im Bereich För­der­mit­tel spricht man von ca. 3000 För­der­pro­gram­men in Deutsch­land, die man teil­wei­se mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren kann, man­che schlie­ßen sich auch unter dem Tat­be­stand des Sub­ven­ti­ons­be­tru­ges aus.

Es ist sehr zeit- und somit kos­ten­auf­wen­dig, sich in alle unter­schied­li­chen Richt­li­ni­en ein­zu­ar­bei­ten. Zudem ändern sich häu­fig För­der­pro­gram­me. Man­che wer­den auf­ge­stockt, man­che modi­fi­ziert, man­che fal­len ein­fach weg.

För­der­mit­tel für eine betrieb­li­che Inves­ti­ti­on, ein Pro­jekt oder eine Betei­li­gung sind nur ein Teil des gesam­ten Finan­zie­rungs­be­darfs — einen 100%igen Zuschuss gibt es bei staat­li­chen För­der­pro­jek­ten nicht. Somit müs­sen auch eige­ne und / oder frem­de Mit­tel (Kre­di­te, Inves­to­ren­ka­pi­tal) vor­han­den sein bzw. beschafft wer­den.

Fördermittel / Wirtschaftsförderung in Thüringen

In Thü­rin­gen wer­den für die Wirt­schafts­ent­wick­lung und Wirt­schafts­för­de­rung ver­schie­de­nen För­der­mit­tel von Bund und Land bereit­ge­stellt. Die­se sind z.B.

  1. Zins­ge­för­derte Kre­dite
  2. Pro­jekt­zu­schüsse
  3. Inves­ti­ti­ons­zu­schüsse
  4. Lohn­kos­ten­zu­schüs­se
  5. Zuschüs­se zu den Kos­ten für Bera­tungs­leis­tun­gen für die Opti­mie­rung, Pla­nung, Finan­zie­rung und Umset­zung von unter­neh­me­ri­schen Maß­nah­men bis zu 80%, Kri­sen­be­ra­tun­gen bis zu 90%
  6. 100 % För­de­rung für arbeits­lo­se Grün­der
  7. Haf­tungs­frei­stel­lun­gen / Bürg­schaf­ten
  8. Exis­tenz­grün­dungs­zu­schüs­se, wie z.B: durch den Exis­tenz­grün­der­pass in Thü­rin­gen, Bera­tungs- und Ver­net­zungs­pro­jek­ten für Grün­der, Grün­der­prä­mi­en in Thü­rin­gen und För­de­run­gen durch Zuschüs­se bei Inves­ti­tio­nen sowie
  9. Star­tup– bzw. Unter­neh­mens­be­tei­li­gun­gen
  10. Inno­va­ti­ons­för­de­rung durch För­de­rung von For­schungs-, Tech­no­lo­gie- und Inno­va­ti­ons­pro­jek­ten, zur Gewin­nung von qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal sowie zur Wei­ter­bil­dung des Per­so­nals, För­de­rung von Pro­jek­ten, Ver­an­stal­tun­gen und Preis­ver­lei­hun­gen, z.B. des 19. Inno­va­ti­ons­prei­ses in Thü­rin­gen (mehr Infor­ma­tio­nen zur Inno­va­ti­ons­för­de­rung und zum Inno­va­ti­ons­preis 2016)

Schritte zum langfristig finanzierbaren Konzept

Im ers­ten Schritt wer­den — je nach Vor­ha­ben und Unter­neh­mens­ge­ge­ben­hei­ten — die ver­schie­de­nen För­der­pro­gram­me und För­der­richt­li­ni­en geprüft. Im Erfolgs­fall ist min­des­tens ein För­der­pro­gramm anwend­bar. Bei meh­re­ren För­der­op­tio­nen wird die­je­ni­ge aus­ge­wählt, die den höchs­ten Nut­zen für das Unter­neh­men besitzt. Bei der Ent­schei­dung zäh­len nicht nur die För­der­hö­he, son­dern auch die Rah­men­be­din­gun­gen, wie z.B. Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Pro­gram­men, Lauf­zeit etc.

Im zwei­ten Schritt wird mit­tels einer Ertrags- und Liqui­di­täts­pla­nung für die nächs­ten vier bis acht Jah­re der trag­fä­hi­ge Finan­zie­rungs­spiel­raum ermit­telt, der die Til­gungs- und Zins­be­las­tun­gen für die­sen Zeit­raum beinhal­tet. Die Ertrags- und Liqui­di­täts­pla­nung basiert zwar auf den Ver­gan­gen­heits­zah­len (Jah­res­ab­schluss, BWA), viel­mehr jedoch auf mög­lichst plau­si­bi­li­sier­ten Pro­gno­sen.

Ist das Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben selbst und / oder fremd finan­zier­bar, beginnt man im drit­ten Schritt mit der pro­fes­sio­nel­len Bean­tra­gung bei den ver­schie­de­nen Stel­len sowie mit Gesprä­chen bei der Haus­bank. Hier­bei müs­sen ver­schie­de­ne Beson­der­hei­ten beach­tet wer­den.

Tipps für den Förder-/Kreditantrag

Erfah­run­gen zufol­ge, ver­kau­fen Haus­ban­ken gern ihre eige­nen Haus­bank­kre­di­te. Der intel­li­gen­te Finan­zie­rungs­mix aus zins­ge­för­der­ten Kre­di­ten, ggf. mit Bürg­schaft und För­der­mit­teln bzw. Finan­zie­rungs­hil­fen ist oft­mals die viel bes­se­re Finan­zie­rungs­va­ri­an­te.

Tipp 1: Hier hilft Über­zeu­gungs­ar­beit bei dem Bank­be­ra­ter und auch das Ein­ho­len eines zwei­ten Bank­an­ge­bo­tes.

Tipp 2: Die Treue zur Haus­bank oder dem Steu­er­be­ra­ter gehört dann auf den Prüf­stand, wenn ent­we­der bes­se­re Kon­di­tio­nen oder gerin­ge­re unter­neh­me­ri­sche und per­sön­li­che Risi­ken (per­sön­li­che auch als GmbH-Geschäfts­füh­rer) zu erwar­ten sind.

 

Unter­neh­mens­be­ra­tung Möl­ler und Kol­le­gen unter­stützt mit der Bera­tung, Bean­tra­gung und Abrech­nung von För­der­mit­teln. Da die­se Auf­ga­be Bestand­teil einer Finan­zie­rungs­be­ra­tung ist, sind die­se Leis­tun­gen eben­falls för­der­fä­hig. Infor­mie­ren Sie sich gleich zu den För­de­run­gen und Kos­ten der Grün­dungs- und Unter­neh­mens­be­ra­tung.

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