Neue Förderprogramme für Digitalisierung

Was ist eine Digitalisierung und wie profitiert das kleine und mittlere Unternehmen?

Einfach ausgedrückt versteht man unter Digitalisierung bzw. Digitalisierungsprojekten im Unternehmen die Aufnahme, Aufbereitung, Speicherung, Verarbeitung, Übertragung und Archivierung von Daten und Informationen in digitaler Art bzw. mittels Nutzung digitaler Geräte.

Werden mehrere Aufgaben (ggf. auch aus unterschiedlichen Abteilungen) sinnvoll zusammengefasst, entstehen Prozesse. Aufgaben bzw. Prozesse stehen häufig in Wechselwirkung zueinander, die bei Veränderungen oder der Digitalisierung besonders zu beachten sind. Ebenso sind „Medienbrüche“ weitgehend zu minimieren und bestenfalls auszuschließen.

Medienbrüche in digitalisierten oder digital optimierten Prozessen führen immer wieder zur Ineffizienz, Störanfälligkeit oder sicherheitsrelevanten Aspekten, die große Risiken birgen. Deshalb ist es wichtig, Analyse, Konzept, Durchführung und Kontrolle der Digitalisierung mit einem erfahrenen Berater durchzuführen. Sowohl die Beratung als auch die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten ist förderfähig.

Neue Förderprogramme für Digitalisierungsprojekte

Die KfW hat zwei neue Förderprogramme im Rahmen von Innovations- und Digitalisierungsprojekten

  1. ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ sowie
  2. ERP-Mezzanine für Innovation

zur Verfügung gestellt.

Mit diesen Finanzierungshilfen, einschließlich einer geförderten Unternehmensberatung in diesen Themen, sollen insbesondere kleine (bis 50 Mitarbeiter) und mittlere Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter) den Weg in das digitale Zeitalter geebnet bekommen.

Weitere Förderprogramme für eine Unterstützung durch Berater sind:

  1. Sachsen: Mittelstandsrichtlinie der Sächsischen Aufbaubank (SAB) und Mittelstandsförderprogramm der Stadt Leipzig
  2. Thüringen: Thüringer Beratungsrichtlinie
  3. Förderung unternehmerischen Know-hows (BAFA)
  4. go-digital“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  5. Verbesserung des Informationssicherheitsniveaus
  6. Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Business)

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Update: BAFA Unternehmensberatungen

BAFA Unternehmensberatungen für Existenzgründer und Unternehmer

1. Verbesserung der Inaussichtstellung

Das bisherige Schreiben der BAFA zur „Inaussichtstellung“ auf BAFA Unternehmensberatungen bringt nun deutlicher zum Ausdruck, dass die Beratung begonnen werden kann. Bisher gab es seitens des antragsstellenden Unternehmens keine ausreichende Sicherheit auf die anteilige Übernahme der Beratungskosten zwischen 50 und 90%.

2. Unternehmen in Schwierigkeiten

Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung muss mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verloren gegangen sein. Dies ist der Fall, wenn nach Abzug der (aufgelaufenen) Verluste von den Rücklagen und Eigenmitteln des Unternehmens ein negativer Betrag verbleibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht. Gefördert werden BAFA Unternehmensberatungen, die die Unternehmenskrise abwenden, z.B. mittels Krisen- bzw. Turnarount-Beratung.

3. Qualitätsmanagementberatung

Gefördert werden BAFA Unternehmensberatungen zur Einführung oder Anpassung eines Qualitätsmanagement-Systems bzw. Qualitätsmanagement-Beratungen.

4. Aufgabe, Verkauf eines Unternehmens, Nachfolge

Der-Exit-Plan enthält die Kriterien (Zeitpunkt, Exit – Ziele) und Möglichkeiten (Exit – Strategien) eines Ausstiegs aus dem Unternehmen. Die Exit-Beratung sowie die praktische Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger bzw. Käufer sind durch BAFA Unternehmensberatungen förderfähig. Firmenwertermittlungen werden nicht gefördert.

5. IGEL-Leistungen/umsatzsteigernde Maßnahmen

Beratungen zu umsatzsteigernden Maßnahmen sind bei den in der Rahmenrichtlinie abschließend aufgezählten Berufen durch BAFA Unternehmensberatungen nicht förderfähig. Dennoch kann die professionelle Marketingberatung einen großen Mehrwert für das Unternehmen bringen. Doch welche Kriterien sind bei der Agenturauswahl wichtig?

Lesen Sie mehr im BLOG >Seo-Anbieter-Fluch-oder-Segen>.

6. Beratungsdauer

Bestandsunternehmen können nur mit maximal 5 Beratungstagen über BAFA Unternehmensberatungen gefördert werden. Tipp: Zeiten für An- oder Abreise sowie die Zeit, die der Berater für die Berichterstellung benötigt, zählen nicht zu diesen 5 Tagen.

7. KMU-Kriterien für BAFA Unternehmensberatungen

Ein KMU (Klein- und Mittelständisches Unternehmen) besitzt unter 250 Mitarbeiter, unter 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder unter 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme, einschließlich verbundene Unternehmen und Partnerunternehmen.

Mehr Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter: >Beratungskosten<.

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Kooperationen: Eins plus eins ist gleich drei!

Mit Kooperationen Chancen nutzen und Risiken verkleinern

Eins plus eins ist gleich drei! Kooperationen im Wirtschaftsleben funktionieren mit dieser mathematisch falschen Formel viel öfter, als man zunächst annimmt. Denn zwei Unternehmen können jeweils einen zusätzlichen Nutzen bzw. Mehrwert erreichen, als deren Summe von jeweiligen Stärken, Kompetenzen und Fähigkeiten in die Zusammenarbeit eingegeben wird. Wie ist das möglich?

Definition von Kooperationen

Die Kooperation ist ein zweckgerichtetes Zusammenwirken von Handlungen mehrerer Personen, Abteilungen oder Unternehmen, die mittels Arbeits- und Ressourcenteilung ein gemeinsames Ziel verfolgen. Ressourcenmanagement ist heute und wird künftig ein Erfolgsfaktor für Unternehmen.

Beide Unternehmen bleiben wirtschaftlich und rechtlich selbständig. Sie geben jedoch einen Teil ihrer wirtschaftlichen „Selbstbestimmung“ auf. Denn jedes Unternehmen kann bei den gemeinsamen Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Verbesserungsaktivitäten mitbestimmen.

Die Form der Mitbestimmung, die Kooperationstiefe, Ziele der Zusammenarbeit, Meilensteine, Budgets, Geheimhaltung, Schadensersatz etc. werden zuvor klar definiert und vertraglich geregelt. So können spätere Risiken, die mit einer Zusammenarbeit einhergehen, weitgehend minimiert werden.

Ansätze und Herausforderungen von Kooperationen in der Wirtschaft

Grundsätzlich unterscheidet man:

  1. synergetische und
  2. additive Kooperationen.

Während in der Regel bei synergetischen Kooperationen ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung oder neue Prozesse entstehen, werden bei additiven Kooperationen Prozesse, Abläufe und Ressourcen stark optimiert, zum Beispiel durch Wegfall und Zusammenschluss oder Bilden einer stärkeren Marktmacht und Erzielung von Größeneffekten. Optimalerweise verbindet man die geplante Kooperation mit einer Organisationsentwicklung.

Kooperationen sind vor allem bei Kleinst-, Klein- und Mittelständischen Unternehmen sehr sinnvoll, besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Digitalisierung bzw. dem bevorstehenden Zukunftsmodell „Industrie 4.0„. Diese Unternehmensklassen können gemeinsam die hohen Investitionen und andere Hürden besser bewältigen und so auch auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben.

Die Herausforderung für viele Klein- und Mittelständische Betriebe ist es, Offenheit und Vertrauen zu investieren, bisherige Denk-, Verhaltens- und Prozessstrukturen auf den Prüfstand zu stellen und zu verändern sowie Zeit zu investieren, geeignete Partner zu finden, zu pflegen und die Zusammenarbeit konzeptionell zu entwickeln. Verschiedene Verbände bieten bereits Datenbanken und Erstkontakte mit möglichen Partnern und deren Unternehmensprofilen.

Förderung von Kooperationen in der Wirtschaft

Mit über 3000 Fördermitteln in Europa gibt es auch Förderkonzepte für die Bildung einer Kooperation, insbesondere dann, wenn dadurch Innovation und Fortschritt geplant ist. Nicht nur die Zusammenarbeit von zwei und mehr Unternehmen ist förderfähig, sondern auch die zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen.

Unternehmensberatung Möller und Kollegen unterstützt mit der Suche von geeigneten Partnern, der Kontaktaufnahme, der konzeptionellen Zusammenarbeit, der Vertragsgestaltung und dem Projektmanagement.

Informieren Sie sich auch über Finanzierungsmöglichkeiten zur Digitalisierung / Vernetzung (Industrie 4.0) Ihres Unternehmens.

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Maßnahmen Bereich Lebensmittelsicherheit

Qualitätsmanagement & Lebensmittelsicherheit

Unternehmensberatung Möller und Kollegen bieten auch Unterstützung im Management der Lebensmittelsicherheit, dem Aufbau und der Betreuung von HACCP-Konzepten sowie im Bereich Prozess- und Projektmanagement für die Gemeinschaftsverpflegung, Hotellerie und der Gastronomie an.

Beratung und Schulung rund um die Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel in den Handel zu liefern, ist mit einem erheblichen Aufwand an Dokumentationen und der Beachtung von speziellen Vorschriften verbunden.

Wir helfen Ihnen, den Überblick zu bewahren, die bevorstehenden Aufgaben systematisch und vollständig abzuarbeiten und alle notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Ob die Beantragung der EU-Zulassung, der Aufbau des HACCP- bzw. Hygienekonzeptes, die Erstellung von Produktbeschreibungen und Spezifikationen, die Suche einer passenden Öko-Kontrollstelle für Ihre BIO-Produkte oder die Betreuung bei der Zertifizierung – Unternehmensberatung Möller und Kollegen unterstützen Sie individuell nach Ihrem Bedarf.

Zudem sind wir zugelassen für die Entnahme von Lebensmittel-, Oberflächen- und Trinkwasserproben.

Unsere Schulungen sind genau auf Ihre Produkte und Mitarbeiter abgestimmt, bspw. für die Lebensmittelproduktion, Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie, Hotellerie und den Lebensmitteleinzelhandel. Viele Leistungen werden gefördert. Sprechen Sie uns gleich an und vereinbaren Sie Ihren kostenfreien Ersttermin.

Beratung Qualitätsmanagement im Lebensmittelbereich 

Um ein professionelles Qualitätsmanagementsystem nach EN DIN ISO 9001:2015 auch im Bereich Lebensmittelsicherheit aufzubauen, die betriebswirtschaftlichen Analysen und das Erkennen der Managementprozesse zu dokumentieren, ist oft externe Unterstützung notwendig.

Wir helfen, diese Dokumentationsanforderungen zu erarbeiten und begleiten Sie gern bis zur Zertifizierung. Eine Zertifizierung nach der ISO Norm ist in jeder Branche und für jede Unternehmensgröße möglich.

Durch unsere Erfahrungswerte und Kompetenzen können wir alle Branchen abdecken. Im Folgenden fassen wir noch einmal die Argumente zusammen, die für eine Zertifizierung sprechen:

  1. Voraussetzung oder Stärkung der Kunden-Lieferanten-Beziehungen (Lieferantenaudit),
  2. Externe Prüfung und Bestätigung der Managementkompetenz im Unternehmen (Internes AuditManagementaudit),
  3. Jährliche Bestätigung durch unabhängige und kompetente Institution (Zertifizierungsaudit),
  4. Benennung und Umsetzung von Verbesserungspotenzial im Unternehmen und Erhöhung des Unternehmenserfolgs,
  5. Rendite-Effekte durch verschiedene Kosteneinsparungen,
  6. Beherrschung von Prozessen im Unternehmen und Reduzierung von Fehlern / Ausschuss,
  7. Wirksame Maßnahmen und Vorbeugung durch ein Risikomanagement,
  8. Vorteile bei Beteiligung an Ausschreibungen,
  9. Weltweite Gültigkeit des Zertifikats.

Unser Schulungsangebot nach EN DIN ISO 9001:2015: Die Anpassung / Änderungen der DIN EN ISO 9001:2015 können in einer Online- oder Vor-Ort-Tagesschulung für Führungskräfte und Mitarbeiter zusammengefasst werden. Sprechen Sie uns gleich an. Dies gilt auch für den Bereich der Lebensmittelsicherheit.

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Wirtschaftsdynamik fordert fließende Organisationsformen

Passt die beschleunigte Wirtschaftsdynamik zu konventionellen Organisationsformen?

Die vergangenen Jahre brachten für viele Unternehmen – und insbesondere Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) mit geringeren Reserven – in sehr kurzen Zyklen schwere Krisen und daraufhin wieder starke Wachstumschancen. Die vorhandene Dynamik der Marktteilnehmer wird, auch durch neue Organisationsformen, zunehmend zum Überlebens- und Wettbewerbsfaktor.

Technologisch auf dem Vormarsch – und noch am Anfang von Industrie 4.0 – verharren noch zu viele Unternehmen organisatorisch in traditionellen Organisationsstrukturen – unabhängig ihrer Unternehmensphase und Größe.

Die meisten Existenzgründer beginnen mit der klassischen Aufbauorganisation – der Linienorganisation – und entwickeln dann das Unternehmen über die so genannten Funktionalen, Divisionalen, Matrix-, Prozess- und in sehr wenigen Fällen über Netzwerkstrukturen weiter. Grundsätzlich und entsprechend der Unternehmensphase besitzt jede Organisationsform Vor- und Nachteile.

Häufig überwiegen jedoch die Nachteile der jeweiligen – einst festgelegten – Organisationsform, die nicht selten zur Demotivation von Führungskräften und Mitarbeitern, Inflexibilität, Ineffizienz bis zu Wachstumsbarrieren und letztendlich zur völligen Handlungsunfähigkeit und Erstarrung des Unternehmens führen.

Wie viel Organisation verkraftet das Unternehmen, das von rasanten Abwärts- und Aufwärtsturbulenzen betroffen ist oder – positiv betrachtet – profitieren kann? Wie könnte denn die benötigte Dynamik im Unternehmen auch durch Organisationsformen erreicht werden? Neue Organisationsformen könnten das benötigte Maß an Organisation individuell, höchst effizient und dynamisch selbst regulieren.

Führung und Verantwortungsbewusstsein ersetzt konventionelle Organisationsformen

Erfolgreiche Organisationssysteme sind durch schnelles Umdenken und Handeln sowie durch den professionellen Umgang mit unkalkulierbaren Risiken gekennzeichnet. Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter sind Bestandteile eines Organisationssystems – dem sozio – technischen / technologischen Gefüge des Unternehmens.

Die Anforderung an das Personalmanagement lautet künftig, stark engagierte, talentierte und innovative Menschen zu finden und zu rekrutieren sowie ihnen auch ein Unternehmensmilieu zu bieten, dass ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten wertschätzt und mit dem nötigen Freiraum entwickelt, anstatt sie mit ungeeigneten Führungskräften in trägen, schwerfälligen und bürokratisierten Organisationen verkümmern zu lassen.

Je höher der Regulierungs- bzw. Organisationsgrad im Unternehmen, desto mehr denken Führungskräfte und Mitarbeiter in diesen Strukturen. Menschen passen sich an, um im Unternehmen „passgenau“ zu „funktionieren“. Ebenso passen sie ihr Leistungsverhalten an die Unternehmensvorgaben an.

Aussagen wie: „Wir müssen dies leider so machen.“, „Das wird uns so vorgeschrieben.“, „Warum soll ich mehr tun, wenn ich meine Ziele erreicht / meine Aufgaben erfüllt habe?“, „Warum soll ich meinen Arbeitsplatz riskieren, wenn ich die Dinge anders mache, auch dann, wenn ich weiß, wie es viel effizienter geht?“, „Warum soll ich mir Gedanken machen, wenn es dafür einen Chef gibt?“ sind Indikatoren für zu inflexible Strukturen und veraltete Organisationsformen im Unternehmen.

Das Risiko steigt außerhalb dieser Strukturen und Normierung, neue oder spontan auftretende Herausforderungen zu spät, nicht oder falsch zu begegnen.

Die neue Generation von Führungskräften wird nun immer häufiger nach ihren persönlichen Stärken, sozialem Einfühlungs- bzw. Empathievermögen, nach ihrer Methodensicherheit und ihrer Entscheidungsfreudigkeit ausgewählt. Ebenso spielt die monetäre Kompetenz der Führungskraft eine immer größere Rolle in der Unternehmensführung. Diese Eigenschaften bzw. Führungstypen heisst es ebenfalls mittels einer Personalanalyse zu identifizieren, mit Übertragung von Verantwortung und unternehmensspezifischen Wissen zu fördern sowie den geeigneten Handlungsrahmen durch die Entwicklung von Mitarbeitern und die Organisationsentwicklung zu schaffen.

Neue Organisationsformen: Das fließende Organisationssystem

Ein fließendes Organisationssystem ermöglicht es, Innovationsschübe mit einem Höchstmaß an Denkbeweglichkeit und Handlungsleistung zu begegnen. Zur fließenden Organisationsform gehören zum Beispiel flexible und transparente Prozesse, situative Führungsstile, geeignete Führungspersonen und Strukturen.

Führungspersonen, die ihre persönliche Handlungslogik mit der des Unternehmens vereinen. Führungspersonen, die mit viel Empathie den Wandel von Unternehmen und Mitarbeitern vorantreiben. Führungspersonen, die den sozialen Wandel mit dem materiellen und gesellschaftlichen Wandel integrieren können.

Die Stelle oder Rolle des Einzelnen in einer fließenden Organisation beschreibt, was der Stellen- oder Rollenträger als Handelnder und Entscheider zu verantworten hat. Es wird weniger aufgabenorientiert, mehr verantwortungs- und ergebnisorientiert gehandelt und geführt.

Im sehr ausgeprägten Fall der fließenden Organisation beschränkt sich der Rahmen auf gesetzliche und behördliche Vorgaben und Notwendigkeiten. Das richtige Maß muss anhand unternehmensindividueller Kriterien festgelegt werden.

Grundsätzlich gefördert wird unternehmerischer Mut und Kreativität – im Rollen- bzw. Handlungsspielraum. Dies setzt natürlich eine kaufmännisch – monetäre, soziale, methodische, fachliche Kompetenz sowie emotionale Intelligenz der Führungskraft voraus. Informieren Sie sich auch gleich zur Entwicklungsreise der Führungstypen.

 

Unternehmensberatung Möller und Kollegen unterstützen Sie als geprüfte Fach- und Personalberater bei der Ist-Analyse, der Entwicklung von unternehmensindividuellen Maßnahmen, bei der Umsetzung dieser sowie bei der Erfolgskontrolle in einem Zeitraum, den die Organisation benötigt, um sich an die neuen Herausforderungen anzupassen. Diese Leistungen sind förderfähig.

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Haftung in der GmbH mit dem Privatvermögen

Die Haftung der GmbH

Die Haftung der GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haftung) begrenzt sich im Regelfall auf das Gesellschaftsvermögen der GmbH. Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen auch Geschäftsführer / Gesellschafter der GmbH unbegrenzt mit dem Privatvermögen haften müssen.

Privathaftung wegen fehlender Handelsregister-Eintragung

Bis die UG oder GmbH im Handelsregister eingetragen ist, besitzt sie den Status einer Vor-Gesellschaft in Form einer BGB-Gesellschaft. Somit haften alle Gesellschafter privat, unbegrenzt und gesamtschuldnerisch gegenüber Dritten.

Gesamtschuldnerisch heisst, ist ein Gesellschafter nicht in der Lage, seine finanzielle Haftung zu übernehmen, haften der / die anderen Gesellschafter für ihn privat und unbegrenzt mit.

Privathaftung wegen Pflichtverletzung

Das deutsche Gesetz erwartet, dass ein Geschäftsführer in seiner Branche kompetent und in der Lage sein muss, die Geschäfte der GmbH mit der „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes“ auszuführen. Damit übernimmt der GmbH Geschäftsführer auch eine Vielzahl von kaufmännischen Pflichten und Aufgaben.

Beachtet der GmbH Geschäftsführer diesen Grundsatz nicht, können Schadensersatzansprüche der Gesellschaft entstehen.

Diese Haftung besteht auch, wenn der Geschäftsführer auf Weisung der Gesellschafter gehandelt hat, wenn auch nur in gemilderter Form.

Privathaftung wegen Insolvenzverschleppung

Das Gesetz legt fest, dass Geschäftsführer einer GmbH und UG unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von drei Wochen nach Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag stellen müssen.

Mit einem auf den Betrieb zugeschnittenen Controlling ist der Geschäftsführer jederzeit in der Lage, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Weitere Informationen zur Klärung und Beantragung einer Regelinsolvenz erhalten Sie unter Insolvenzberatung.

Unternehmensberatung Möller und Kollegen ist ein zertifiziertes Beratungsunternehmen für die Mittelstands- / Managementberatung. Mit dem monatlichen Servicevertrag ab 99 Euro (netto) erhalten UG- oder GmbH Geschäftsführer kaufmännische Unterstützung und Sicherheit bei der Ausführung aller kaufmännischen Tätigkeiten.

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Der 19. Innovationspreis Thüringens (2016)

Innovationspreis Thüringen 2016: Die Träger 

Thüringen, Weimar 23.11.2016: Thüringen unterstützt als Wissenschafts- und Technologiestandort sehr vielfältig innovative Projekte, so auch mit Auszeichnungen wie dem Innovationspreis Thüringens 2016.

Die Träger des Innovationspreises waren das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), der TÜV Thüringen und die Ernst-Abbe-Stiftung.

Innovationspreis Thüringen 2016: Die Bewerber

Diesmal lagen 92 Bewerbungen für die Preisverleihung in folgenden Kategorien vor:

  1. TRADITION & ZUKUNFT – wurde verliehen für das Digitalpassameter von der Feinmess Suhl GmbH (Suhl)
  2. INDUSTRIE & MATERIAL – wurde verliehen für das Justagesystem für 84LED-Matrix-Scheinwerfer von der MRB Automation GmbH (Ilmenau)
  3. DIGITALES & MEDIEN – wurde verliehen für den VIS-All® 3D Trassenentwurf von der Software Service John GmbH (Ilmenau)
  4. LICHT & LEBEN – wurde verliehen für die AlereTM – Plattform für molekulare Diagnostik am Point-of-Care von der Alere Technologies GmbH (Jena)
  5. Sonderpreis für junge Unternehmen – wurde verliehen an die EnShape GmbH (Jena)
  6. Publikumspreis – wurde verliehen für das Fanprojekt „CrowdFANding“
  7. Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum – wurde verliehen an Dr. Olaf Kiesewetter

Die Gewinner erhielten vom Thüringer Wirtschaftsministerium ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 100.000 Euro.

Weitere Förderungen für Innovationen in Thüringen

Weitere Fördermöglichkeiten in Thüringen zu Innovationszwecken sind:

  1. Förderung von Forschungs-, Technologie- und Innovationsprojekten (FTI-Richtlinie bis 2023) für FuE-Vorhaben (Verbundvorhaben bis 7,5 Mio. Euro und Einzelbetriebliche FuE-Projekte bis 2,5 Mio. Euro), Innovationsgutscheine für Kosten-Nutzen-Analysen, Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen, Designrecherche in- und außerhalb Deutschlands, Kaltmietfreistellungen in TGZ-/Applikationszentren
  2. Förderung der Forschungs- und Entwicklungsintensität in Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen (FuE-Personal-Richtlinie bis 2020) zur Gewinnung von qualifiziertem Personal sowie Weiterbildung des Personals für Forschung und Entwicklung sowie anschließendem Marketing durch Vergabe von Thüringen-Stipendien / Thüringen-Stipendium Plus, Förderung von innovativen Personal bis 1.500 EUR für 24 Monate, Förderung für die Entsendung von FuE-Personal mit bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben, Förderung zur Ausleihe von FuE-Personal mit bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben und Förderung von Forschergruppen mit bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben
  3. Förderung von Projekten und Veranstaltungen, die den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Förderung technologieorientierter Existenzgründungen unterstützen
  4. Zinsgünstige Darlehen für KMU der gewerblichen Wirtschaft, natürliche Personen / Existenzgründer oder Freiberufler mit Bürgschaften
  5. Investitionszuschüsse für Investitionsvorhaben
  6. Existenzgründungsberatung durch selbständige Unternehmensberater, Gründungsberatungen per Existenzgründerpass Thüringens sowie Gründerprämien zur Existenzsicherung in der Vorgründungsphase

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Anpassung Insolvenzrecht 2016-2017 – die Chance

Anforderungen der EU an das deutsche Insolvenzrecht

Die Anforderungen der EU haben auch Auswirkungen auf das aktuelle Insolvenzrecht in Deutschland. Mittels einer verbesserten Moderation vor der Insolvenz sollen Stigma und Schwierigkeiten der klassischen Insolvenz weitgehend vermieden werden. Als Diskussionsvorlage in der deutschen Gesetzgebung dient u.a. das so genannte „Scheme of Arrangement“ aus Großbritannien.

Durch die Moderation eines fachkundigen Dritten / Sanierers sollen mit dem überarbeiteten Insolvenzrecht vor allem die operativen Ursachen, die zu der Krise führten, analysiert, festgestellt und mit den Beteiligten zügig behoben werden. Vor allem im kaufmännischen – finanziellen und Managementbereich soll die externe Unterstützung ansetzen. Deshalb ist eine betriebswirtschaftliche Expertise des Sanierers von großem Vorteil. Aufgepasst! Insolvenzverwalter dagegen verwalten die Insolvenzmasse bzw. wickeln ab.

Es sollten jedoch keine falschen Anreize gegenüber Existenzgründern und Unternehmern gesetzt werden, die Insolvenz einfach und schnell „loszuwerden“. Vielmehr ist der ganzheitliche (bereichsübergreifende) und langfristige Ansatz gefragt, ein strategisch aussichtsreiches Unternehmenskonzept zu entwickeln und parallel dazu die operativen Prozesse zu planen und weiterzuentwickeln.

Sollte die Moderation scheitern, muss sie zur regulären Insolvenz führen.

Das neue Insolvenzrecht soll Krisen noch besser beseitigen helfen

Unternehmenskrisen durchlaufen verschiedene Phasen, die meist in 5 Kategorien eingeteilt werden. Die Creditreform hat ermittelt, dass ca. 72% auf Managementfehler – also interne Krisen – zurückzuführen sind. Je nach Alter und Größe des Unternehmens ist die Krisenanfälligkeit – insbesondere auf Grund von Managementfehlern – gering oder hoch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kleinstunternehmen bis 500 Tsd. Euro Jahresumsatz insolvent gehen, liegt bei über 63%.  Das 5. Jahr nach der Gründung überleben nur knapp 50%.

Eine Managementunterstützung für Kleinunternehmen – ab 99 Euro / Monat – bietet deshalb Unternehmensberatung Möller und Kollegen. Diese Unterstützung geht weit über die Steuerberatung hinaus und ist für jeden Kleinbetrieb Mehrwert und Sicherheit zugleich (siehe Modell Servicevertrag).

Mit dem neuen Insolvenzrecht einen schnellen Konsens zwischen den Interessen- und Anspruchsgruppen erreichen

Je mehr Interessen- und Anspruchsgruppen, vor allem Investoren oder Business Angels im Unternehmen vertreten sind, desto höher der Moderationsaufwand im Insolvenzprozess.

Insbesondere Investoren oder Business Angels orientieren sich am eigenen Exit-Plan und eigenen Kennzahlenvorgaben wie ROI (Return on Investment, auch Kapitalrentabilität, Kapitalrendite, Kapitalverzinsung), Unternehmenswert und Cash-Flow, so dass notwendige Ziele in der Restrukturierung bzw. Sanierung gemeinsam erarbeitet werden müssen. Konsens und Kompromisse müssen moderiert werden.

Weitere Interessen- und Anspruchsgruppen des Unternehmens, wie z.B. Mitarbeiter, Partner etc. besitzen ebenfalls eigene Ziele und Vorstellungen. Es liegt somit auf der Hand, dass der Unternehmer den Konsens nicht zeitnah und nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, da dieser meist auch emotional betroffen ist.

In jedem Fall sollen Minderheiten im Unternehmen geschützt werden, so dass Mehrheitsentscheidungen mit 75% der Stimmrechte möglich werden müssen, um das Unternehmen handlungsfähig zu halten.

Maßnahmen im neuen Rahmen des Insolvenzrechts

Die Krise beginnt schleichend, nimmt ihren eigenen Lauf, wird dann im Unternehmen bekannt und spitzt sich immer weiter zu – bis zum Exit oder Neubeginn.

Ob im Rahmen einer ManagementberatungTurnaround Beratung, der Restrukturierung, der Sanierung oder der Insolvenzberatung – alle Maßnahmen, die vom krisengeplagten Unternehmen oder der ungewollten Insolvenz wegführen, sind hilfreich.

Welche Maßnahme bzw. Beratungsform geeignet ist, ist vom Unternehmen und vom Krisenstadium abhängig.

Häufig auftretende Stakeholder- sowie Strategiekrisen können bereits mit einer Managementberatung, Turnaroundberatung oder Restrukturierungsberatung bekämpft werden.

Bei darauf folgenden Krisenstadien, wie die Produkt- und Absatzkrise, die Erfolgs- und Liquiditätskrise sind schon Sanierungsmaßnahmen mit einem Sanierungskonzept oder die Insolvenzberatung und Insolvenzbegleitung sinnvoll.

Finanzierung der Moderation oder Beratung

Für die Finanzierung gibt es von unterschiedlichen Stellen Zuschüsse bis zu 90% des Honorars. Sprechen Sie uns an und wir beraten Sie gern im unverbindlichen Kennenlerngespräch zu Ihren Möglichkeiten.

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Führungsinstrument Management-Audits

Sinn und Zweck von Management-Audits

Das Management-Audit ist ein Teilbereich von Internen Audits, Lieferantenaudits und Zertifizierungsaudits.

Ein Management-Audit ist ein Prozess, der zur ganzheitlichen Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften eingesetzt wird.

Schritt I – Erstellung eines Kompetenzmodells

Begonnen wird mit der Entwicklung eines Kompetenzmodells unter Einbeziehung verschiedener Führungs- und Leitsätze des Unternehmens. Diese sind zum Beispiel Unternehmenspolitik, Unternehmensziele, Unternehmensstrategie, Leitbild des Unternehmens und die Unternehmenskultur.

Das Kompetenzmodell kann somit als angestrebter bzw. Soll-Zustand aller fachlichen, methodischen, sozialen Fähigkeiten der Führungskräfte, einschließlich ihrer Selbstkompetenz bezeichnet werden.

Die Selbsteinschätzung von Kompetenzen und Inkompetenzen kann immer nur bis zu einem bestimmten Grad erfolgen. Denn die Fremdwahrnehmung weicht von der Selbstwahrnehmung häufig und wesentlich ab.

Schritt II – Erstellung einer Leistungs- und Potentialbewertung

Ist der angestrebte (Soll-)Zustand bekannt, erfolgt die Leistungs- und Potentialbewertung der Führungskräfte.

Dies kann als Analyse des Ist-Zustandes und möglicher Potenziale, mittels verschiedener Instrumente der Personal- und Organisationsentwicklung vorgenommen werden.

Während die Leistungsbeurteilung die in der Vergangenheit und Gegenwart erbrachte Leistung der Führungskraft zugrunde legt, bezieht sich die Potenzialbewertung auf konkrete zukünftige Anforderungen, Aufgaben oder Positionen der Führungskraft.

Schritt III – Ableitung von Maßnahmen

Der Prozess „Managementaudit“ endet mit der Ableitung von kurz,- mittel- und langfristigen Maßnahmen, die jede Führungskraft bei der Erreichung der Anforderungen, die aus dem Kompetenzmodell resultieren, unterstützt.

Einsatzmöglichkeiten von Management-Audits

Management-Audits leisten vor allem durch die Potentialeinschätzung der Führungskräfte – die den größten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können – einen wesentlichen Ansatz zur Wertermittlung des Unternehmens. So erfolgt der Einsatz von Management-Audits bisher bei:

  1. notwendigen Internen Audits, Lieferantenaudits oder Zertifizierungsaudits,
  2. Restrukturierungsmaßnahmen bzw. bei einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens oder
  3. bei Unternehmensverkäufen / Zusammenschlüssen bzw. Beteiligungen im Rahmen der Due Diligence (Risikoprüfung).

Zukunft von Management-Audits

Zukünftig könnten Management-Audits sowohl die Auswahl als auch die Entwicklung von Führungskräften erheblich verbessern, wenn diese in regelmäßigen Abständen – je nach Unternehmensgröße – durchgeführt werden.

Regelmäßige Management-Audits können wesentlich zur effizienten Personalplanung, -steuerung und -kontrolle sowie kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen.

Die Kompetenzen der jeweiligen Führungstypen können an steigende Markt- und Wettbewerbsanforderungen präziser angepasst und für eine größere Übereinstimmung von Kompetenzen und Anforderungen sorgen.

Die Flexibilität von Managern und somit des gesamten Unternehmens könnte durch Management-Audits enorm zunehmen. Management-Audits sind förderfähig.

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Buchhaltung selbst erledigen oder durch Externe?

Die Buchhaltung – eine wichtige Entscheidung zur Unternehmensführung

Mit der Existenzgründung stellen sich Existenzgründer und Jungunternehmer oftmals die Frage, ob die Buchhaltung einem Steuerberater überlassen oder selbst erledigt werden kann. Auch gewachsene Unternehmen überlegen, welche die für sie bessere Variante ist – die Einstellung einer Buchhalterin oder der Steuerberater. Eine richtige Antwort gibt es hier – wie so häufig – nicht. Deshalb möchten wir im Folgenden ein paar wichtige Tipps zur Entscheidung mitgeben.

Grundsätzlich benötigt man für die laufende Buchhaltung keinen Steuerberater. Bei Kapitalgesellschaften (Verein, GmbH, AG etc.) muss jedoch der Jahresabschluss durch einen Steuerberater geprüft und unterschrieben bzw. festgestellt sein. Die Haftung für die Richtigkeit der Buchführung und Erklärungen gegenüber dem Finanzamt übernimmt letztendlich immer der Unternehmer mit seiner Unterschrift.

Viele Gründer und Unternehmer wissen nicht, was sie genau mit den steuerlichen und sonstigen Erklärungen gegenüber dem Steuerberater unterschreiben. Dies betrifft sowohl den Inhalt / den Zahlenteil der Erklärungen als auch den haftungsrechtlichen Aspekt. Wir raten deshalb dringend, sich künftig mit diesem – für die erfolgreiche Unternehmensführung – notwendigen Unternehmensbereich „Buchhaltung / Buchführung“ näher zu befassen und die abzugebenden Erklärungen genau zu lesen. Bei Verständnisfragen muss der Steuerberater Auskunft geben.

Voraussetzungen zur ordnungsgemäßen Buchhaltung

Voraussetzungen, die der Gründer oder ein Unternehmer bzw. sein „Handlungsgehilfe“ benötigt:

  1. Wissen über die Grundlagen der ordnungsgemäßen Buchführung (GOB)
  2. steuerliches und steuerrechtliches Hintergrundwissen (z.B. Steuerarten, Steuersätze) , Regelungen und Berechnungsmethoden
  3. Zeit für die monatliche Buchführung und ggf. für den Jahresabschluss
  4. ein geeignetes Buchführungsprogramm

Zu 1 und 2) Das Grundlagenwissen zur Vorbereitung und zur ordnungsgemäßen Buchführung ist in einem Gründercoaching oder in einer Schulung leicht vermittelbar, wenn man bereits ein Gefühl für Zahlen und den Willen zum Erlernen dieser Aufgaben mitbringt. Mittels monatlicher Begleitung (siehe auch Servicevertrag von Unternehmensberatung Möller & Kollegen) können dann speziellere Themen besprochen und gemeinsam erledigt werden.

Zu 3) Dem Gründer und Unternehmer wird ein einfaches Zeitmanagement / Zeitcontrolling empfohlen, denn die Zeit des Gründers und Unternehmers gehört zur wichtigsten Ressource im Unternehmen. Mit wenigen und einfachen Mitteln ist eine Grobplanung, Prüfung und Optimierung des eigenen Zeiteinsatzes möglich.

Mittels einer Zeit- und Ressourcenplanung sowie Preiskalkulation / Preisüberprüfung erhält der Gründer und Unternehmer die Information, wie viel wertschöpfende / produktive Zeit er benötigt, um die Gewinnschwelle oder 10%, 20%, 30% Rentabilität (Verhältnis Gewinn zum Kapital / Ressourceneinsatz) zu erreichen und wie viel Zeit er für unterstützende Aufgaben (einschl. Buchhaltung) verwenden darf.

Zu 4) Buchführungsprogramme sind von kostenlos bis mehrere hundert Euro im Handel zu erwerben. Einem „Buchungsanfänger“ fällt es jedoch sehr schwer, das für sich geeignete Programm zu finden.

9 Tipps zur Auswahl des Buchhaltungsprogramms

  1. einfache und verständliche Bedienung (Usability)
  2. längere Marktzugehörigkeit des Anbieters (so kann man davon ausgehen, dass die Kinderkrankheiten einer Software behoben sind)
  3. Mandantenfähigkeit (heißt, es ist auf vielleicht künftige Unternehmen ohne Zusatzkosten erweiterbar),
  4. Vorhandensein von Importschnittstellen (heute muss keiner mehr jeden Buchungssatz per Hand buchen, per Schnittstelle kann man den Kontoauszug elektronisch downloaden und nach einer schnellen Bearbeitung in das Buchhaltungssystem überspielen, das spart sehr viel Zeit und Nerven – denn wie schnell hat man einen Zahlendreher im Betrag und diesen zu finden dauert oftmals sehr lange)
  5. Führen / Pflegen von Anlagevermögen (sind oftmals kostenintensive aber notwendige Zusatzmodule)
  6. Schnittstellen zur Übertragung der Monatsanmeldungen an Elster (bei europäischen Geschäftsaktivitäten auch einschl. der ZM) sowie der Jahresmeldung
  7. kostenfreie Testzeit, optimaler Weise ist eine Testversion bis zum Erreichen der z.B. 1000-sten Buchung
  8. günstige Updates zur Programmpflege
  9. falls der Steuerberater einbezogen werden soll/muss, ist auch die Schnittstelle zum Steuerberater hilfreich, die meisten Programme sind jedoch dazu in der Lage

Wir empfehlen den Kauf einer Software. Je nach der eigenen Finanzplanung kann auch ein Monats-Abo (die kosten in der Regel 20-50 Euro/Monat) abgeschlossen werden. Es gibt bereits sehr gute Buchhaltungsprogramme ab 119 Euro ohne monatliche Kosten und ohne Kündigungszeiten.

Vor- und Nachteile der Buchführung in Eigenregie

 Vorteile

  1. die Belege können fortlaufend erfasst werden – so stehen dem Gründer und Unternehmer jederzeit aktuelle Planung,- Steuerungs- und Kontrolldaten zur Führung des Unternehmens zur Verfügung
  2. der Gründer und Unternehmer hat das beste Gefühl zur Zuordnung der Belege in die entsprechenden Ertrags- und Aufwandskonten, man geht davon aus, dass die Auswertungen somit genauer und für ein Unternehmenscontrolling geeigneter sind
  3. Berichte (Betriebswirtschaftliche Auswertung, Zwischenbilanz etc.) sind ebenfalls jederzeit, aktuell und ohne zusätzliche Kosten erstellbar (manche Steuerberater berechnen für eine Betriebswirtschaftliche Auswertung / BWA bis zu 100 Euro je Monat, obwohl das Programm diese per Knopfdruck erstellt)
  4. der Gründer und Unternehmer kennt die aktuellen Zahlungseingänge / Zahlungsausgänge, damit ist er in der Lage, jederzeit seine Liquidität / Zahlungsfähigkeit sicherzustellen (daran scheiterten statistisch 80% der Unternehmensinsolvenzen, trotz sehr guter Auftragslage!)
  5. der Gründer und Unternehmer spart sich Erklärungen gegenüber dem Steuerberater, Kosten für den Steuerberater und Fahrtkosten / Fahrzeit, die vorbereitende Buchführung erledigt in der Regel sowieso der Gründer selbst
  6. keine Abhängigkeiten gegenüber Steuerberatern (je höher die eigene Unkenntnis bzw. das eigene Unvermögen in wirtschaftlichen und steuerlichen Angelegenheiten des eigenen Unternehmens, je höher die Abhängigkeit zum Steuerberater)
  7. letztendlich bleibt der Gründer und Unternehmer von fragwürdigen „Steuerspartipps“ verschont, die ihn auch schnell in wirtschaftliche Schwierigkeiten und Liquiditätsfallen bringen können (z.B. Schaffung von Rückstellungen und deren spätere Auflösung etc.), auch Vor- und Nachteile von „Steuerspartipps“ sind fall- bzw. unternehmensabhängig, können aber müssen nicht immer richtig sein, hier hilf auch oftmals das eigene „Bauchgefühl“ oder eine Zweitmeinung

Nachteile

  1. Steuerliche / Steuerrechtliche Kenntnisse in der Buchführung müssen erworben und aktualisiert werden
  2. Risiken, die mit einer nicht ordnungsgemäßen Buchhaltung einhergehen
  3. verhältnismäßig geringe Ausgaben für ein Buchführungsprogramm
  4. höherer Zeitaufwand als durch den Einkauf der Leistung eines Steuerberaters
  5. Steuerberater besitzen zwar eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, die etwaige Schäden durch Falschberatung oder Falschbuchung begleichen kann, diese wird jedoch gern durch Erwirken einer separaten Erklärung des Unternehmers freigestellt

Unser Fazit:

Die Aneignung von betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und steuerrechtlichen Wissen sowie eine aktuelle und möglichst genaue Buchführung (optimaler Weise mit Kostenstellen) ist für die einwandfreie und erfolgreiche Gründung und Führung eines Unternehmens sehr wichtig.

Gründer mit einfachen Buchungsvorfällen, die sich für den wirtschaftlichen bzw. buchhalterischen Teil ihres Unternehmens interessieren und bereit sind, diesen zu leisten, können im Rahmen eines geförderten Einzelcoachings die dafür notwendigen Kenntnisse erlangen.

(Tipp: Ein gefördertes Einzelcoaching gibt es mit AVGS-Gutscheinen zu 100% und in der Regel bis zu 80% gefördert, siehe Initialberatung). Hier lohnt sich auf jeden Fall die Überlegung, die Buchführung selbst zu leisten. Insgesamt sollten jedoch für die unterstützenden Tätigkeiten, wie z.B. für Buchführung nicht mehr als 30% der Arbeitszeit aufgewendet werden, denn der Gründer muss hauptsächlich seiner Kerntätigkeit / wertschöpfenden Arbeit nachkommen.)

Bei gewachsenen Unternehmen sind mehrere Informationen und Überlegungen notwendig, die eine Entscheidung zur eigenen Buchhaltung oder Buchhaltung durch einen Steuerberater anbetreffen. Diese Überlegungen können auch im Rahmen einer geförderten Unternehmensberatung besprochen werden. Lesen Sie dazu mehr unter Kosten / Förderung einer Unternehmensberatung durch Unternehmensberatung Möller und Kollegen.

Bei steuerlich komplexeren Fragen und Problemen kann jederzeit ein Steuerberater hinzugezogen werden. Es ist als keine „Endweder-Oder“-Entscheidung. Das richtige Maß ist erfolgsbestimmend.

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